Unsere Projekte

Zukunftsfähigkeit ländlicher Siedlungsstrukturen

Die Stiftung Schloss Ettersburg entwickelte eine Methode, die anhand 14 relevanter Merkmale die Zukunftsfähigkeit kleiner ländlicher Siedlungsstrukturen analysiert. Die praktische Anwendung wird durch ein menügeführtes, Excel-basiertes Tool erleichtert - die Daten werden erfasst und automatisch ausgewertet.

Das Verfahren ist damit ein Werkzeug für die Praxis. Die Ergebnisse zeigen ortsspezifische Risiken und Potenziale, aus denen gezielte Handlungsoptionen abgeleitet werden können. Belastbare Informationen können Fehlinvestitionen und Fehlplanungen im öffentlichen wie auch privaten Sektor entgegenwirken.

Ein großer Nutzen für die Gemeinden entsteht in der Regel allein daraus, dass die bloße Anwendung des Verfahrens den Einstieg in einen strategischen Diskussionsprozess eröffnet.

Derzeit wird der Leitfaden weiterentwickelt, um künftig auch bestimmte Aspekte der technischen Infrastruktur im Hinblick auf ihre Zukunftsfähigkeit bewerten zu können.

Studie „Die Zukunft der Dörfer in Deutschland – Zwischen Stabilität und demografischem Niedergang“

Die Studie zur Zukunft der Dörfer wurde 2011 im Auftrag und unter Mitwirkung der Stiftung Schloss Ettersburg erstellt.

Ziel der Untersuchung war es, erste grundlegende Kriterien für Stabilität und Niedergang im ländlichen Raum zu ermitteln; beispielhaft wurden die Entwicklungen von mehr als 300 Dörfern in einem hessischen sowie einem thüringischen Landkreis detailliert analysiert. Ein Kapitel der Broschüre widmet sich ländlichen Immobilienwerten im demografischen Wandel.

Die Studienergebnisse wurden auf zwei Tagungen intensiv mit der Fachöffentlichkeit diskutiert.

Serviceagentur Demografischer Wandel

Die Serviceagentur wurde 2011 als gemeinsames Projekt der Stiftung Schloss Ettersburg und des damaligen Thüringer Ministeriums für Bau, Landesentwicklung und Verkehr ins Leben gerufen.

Sie möchte Thüringer Kommunen, kommunalpolitische Akteure, Wirtschaft, Vereine und Verbände mit passgenauen Informationen, Hilfestellungen und Anregungen unterstützen.

Forum „Schrottimmobilien“

Viele Gemeinden kennen das Problem von Leerstand und Verfall, insbesondere in ihren Ortskernen. Die Liegenschaften befinden sich meist in Privateigentum - die Besitzer sehen sich jedoch oft nicht in der Lage, die Gebäude instand zu halten oder sind, im Fall von Erbengemeinschaften, schwer zu ermitteln oder können keine Aussagen zu ihren Absichten hinsichtlich der Objekte zu treffen.

Wir haben uns 2009 dieser Thematik gewidmet und sie in einem interdisziplinären Forum unter juristischen, ökonomischen und stadtplanerischen Aspekten aufgearbeitet. Die Ergebnisse können Sie als Printausgabe bestellen oder als PDF herunterladen.

Pößneck kommt zurück

Nicht abwarten, sondern Handeln.
Mit einer zielgerichteten Strategie.

Pößneck ist eine ostthüringische Kleinstadt mit derzeit noch 13.000 Einwohnern, die vom demografischen Wandel und von Abwanderung so stark betroffen ist, dass das Einsetzen einer sich beschleunigenden Abwärtsspirale befürchtet werden musste. Seit der Wende hat die Stadt etwa ein Drittel ihrer Einwohnerschaft verloren. Gleichzeitig stieg das Durchschnittsalter der verbleibenden Bevölkerung.
Eine demografieorientierte Stadtentwicklungsstrategie hilft seit einigen Jahren, die Entwicklung positiv zu beeinflussen und zu Stabilisierung und Attraktivitätsgewinn beizutragen.

Plakat: Pößneck kommt zurück

Plakatmotiv der Initiative